MCE AG – Geschäftsjahr 2002
Deutliches Wachstum in Umsatz und Auftragseingang
Die MCE AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2002 trotz schwieriger makroökonomischer Rahmenbedingungen ein deutliches Wachstum in Auftragseingang und Umsatz.
Der Auftragseingang der MCE-Gruppe stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 38% auf 792,8 Mio. €
(2001: 576,1 Mio. €). Der konsolidierte Umsatz verbesserte sich um 26 % auf 792,6 Mio. € (2000: 627,6 Mio. €). Unter Außerachtlassung der sich aus der Erstkonsolidierung der MCE VOEST-Gruppe im Jahre 2001 ergebenden Auswirkungen waren die Steigerungsraten beim Auftragseingang 10% und beim Umsatz 7%.
„Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung war neben der Kundennähe durch unsere Stützpunkte unser Produktmix aus Errichtungs- und Servicegeschäft, der es uns ermöglichte, konjunkturelle Schwankungen auszugleichen,” betonte der Vorstandsvorsitzende der MCE AG, DI Hermann Lutzenberger, heute in einer Pressekonferenz in Wien.
Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes lag das operative Ergebnis (EBIT) mit 12,6 Mio. € etwa auf Vorjahresniveau. Aufgrund eines verminderten Zinsergebnisses lagen das EBT mit 9,3 Mio. € sowie das Jahresergebnis (Profit for the period) mit 5,9 Mio. € unter Vorjahresniveau. Der Mitarbeiterstand erhöhte sich im Berichtsjahr – vor allem bedingt durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises – auf 6.965 (2001: 6.441 Mitarbeiter).
Strategische Weichen für die Zukunft gestellt
Nach der erfolgreichen Akquisition der MCE VOEST Gruppe im Jahr 2001 wurden 2002 die strategischen Weichen für die Zukunft gestellt, um langfristig die Synergie-, Wachstums- und Marktmöglichkeiten durch die Zusammenführung der MCE VOEST Gruppe mit der MAB Anlagenbau Austria Gruppe zu nutzen.
Ergebnis der Neuorganisation war die klare Ausrichtung der Geschäftstätigkeiten der MCE Gruppe in die vier Unternehmensbereiche:
• Industrietechnik
• Gebäudetechnik
• Stahl- und Maschinenbau
• Personalservices
Der Anteil der einzelnen Unternehmensbereiche am Gesamtumsatz des Jahres 2002 betrug: 54% Industrietechnik, 25% Gebäudetechnik, 9% Stahl- und Maschinenbau sowie 12% Personalservices.
Gezielte Akquisitionen zur Stärkung der Marktposition
Eine wesentliche strategische Vorgabe für die Gruppe ist die kontinuierliche Stärkung der Marktposition durch Ausbau des Stützpunktenetzwerkes in den Zielmärkten. Dies wurde 2002 vor allem durch gezielte Akquisitionen, wie die Unternehmen Hanf und Strojpap im Bereich Industrietechnik und die Firma Reinartz im Bereich Gebäudetechnik, erreicht. Mit der Strojpap-Akquisition gelang der Einstieg im Sektor Industrielle Instandhaltung in der Slowakei.
Durch die Übernahme von erfahrenem Servicepersonal der Firma Borsig Berlin auf den Stützpunkten Buna, Böhlen und Leuna konnte das Instandhaltungsprogramm abgerundet und eine Optimierung der Full-Service-Leistungen erzielt werden.
Der Unternehmensbereich Personalservices wurde durch die beiden Joint Ventures mit der Voest-Alpine Industrieanlagenbau und der Unitech verstärkt.
„Unser Ziel ist es, ein führender Anbieter für Errichtung und Service von Industrieanlagen, Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen in Mittel- und Osteuropa zu werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir einige wichtige Schritte in diese Richtung gesetzt,” so Lutzenberger.
Ausblick 2003
Stabile Geschäftsentwicklung trotz schwierigem wirtschaftlichen Umfeld
Für 2003 rechnet die MCE-Gruppe – trotz fortgesetztem Preisdruck und weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - mit einer sowohl umsatz- als auch ergebnismäßig stabilen Geschäftsentwicklung. Die sehr zufriedenstellenden Auftragsstände der Unternehmensbereiche bilden dafür eine gute Ausgangsbasis.
Geschäftsverlauf der Unternehmensbereiche
Mit Ausnahme der Gebäudetechnik konnten die einzelnen Unternehmensbereiche im Geschäftsjahr 2002 die vorgegebenen Ergebnisziele weitgehend erreichen und teilweise sogar übertreffen.
Industrietechnik: Ziele erreicht
Im größten Unternehmensbereich der MCE AG verlief das Geschäftsjahr 2002 zufriedenstellend. Im Bereich Anlagenerrichtung konnten trotz geringer Investitionsneigung in Mitteleuropa die Plan-vorgaben bei Auftragseingang und Ergebnis erreicht werden.
Große Projekte wie Kraftwerksrohrleitungen Niederaußem/Deutschland, Rohrleitungen Iskenderun/ Türkei, Apparatelieferungen Mosyr/Weißrussland und Trainingscenter Indonesien wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Highlights der Auftragseingänge sind unter anderen Anlagen bzw. Montagen für die Kraftwerke München Süd und Köln/Niehl sowie Ermenek/Türkei, eine Mehrproduktanlage für Merck/Deutschland, Montagen für den Ausbau einer Erdgasbehandlungsanlage an der Westküste Norwegens sowie eine Hafenanlage in Burgas/Bulgarien.
Auch im Bereich Anlagenservice konnten nach einem schwierigen ersten Halbjahr die Ergebnisziele im Gesamtjahr erreicht und teilweise sogar übertroffen werden. Besonders zu erwähnen ist ein Allianzprojekt für den Großstillstand des Olefin 3/Hydrocracker der VEBA Oel Verarbeitungs-gesellschaft. Für MCE und ihre Allianzpartner waren dafür 3.200 Mitarbeiter im Einsatz. Beim Shut-Down der TotalFinaElf-Raffinerie in Leuna konnten von MCE 248.000 Stunden in acht Wochen unfallfrei abgewickelt werden.
Gebäudetechnik: Uneinheitlicher Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf des Unternehmensbereichs Gebäudetechnik verlief uneinheitlich. Auftragseingang und Betriebsleistung entwickelten sich positiv. Derzeit werden in diesem Unternehmensbereich unter anderen Aufträge für Münchens höchsten Büroturm „Uptown München” oder das 60.000 m² große Budapester Asia Center bearbeitet.
Zufriedenstellend verlief die Ergebnisentwicklung bei der MAB Anlagenbau Germany, MAB Anlagenbau Hungària, Fiegl & Spielberger sowie bei der Systemtechnik der MCE VOEST KG.
Stahl- und Maschinenbau: Positive Entwicklung in einzelnen Marktsegmenten
Der Bereich Fertigung zeigte sich 2002 sehr zufriedenstellend, insbesondere durch die positive Entwicklung im Marktsegment Apparatebau und Dampfturbinen sowie in den Segmenten Luft-/ Raumfahrt und Gasturbinen.
Der Stahlbau war durch die schwierige Wirtschaftslage vor allem in der Bauwirtschaft in West- und Mitteleuropa und insbesondere in Deutschland geprägt und blieb hinter den Erwartungen zurück. Trotz des schwierigen Umfeldes konnten 2002 jedoch einige Großaufträge hereingenommen werden, die wesentlich zur Auslastung des laufenden Geschäftsjahres beitragen. Positiv zu erwähnen ist auch die Übergabe des Großprojektes „Klima-Wind-Kanal Wien“ an den Kunden.
Personalservices: Deutlich über Planvorgaben
Im Bereich Personalservices konnte die geplante Betriebsleistung übertroffen werden, insbesondere durch die positive Entwicklung in Österreich und am deutschen Standort Leuna. Besonders erfreulich entwickelte sich die Sparte Consulting, die eine anhaltende Nachfrage im Bereich individueller Beschäftigungsmodelle verzeichnet.
Im Engineeringbereich wurden ebenfalls die Planvorgaben erreicht, was vor allem auf die erfolgreiche Etablierung des Joint Ventures mit der Voest-Alpine Industrieanlagenbau und die Übernahme der Aviation-Sparte von IVM Automotive Stuttgart durch die IndustrieHansa zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurde das Standortnetz um die Standorte Lingen und Münchsmünster/Deutschland erweitert.
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