MCE Gruppe auch 2003 kräftig gewachsen
Die MCE AG baute im Geschäftsjahr 2003 ihr Wachstum mit einer deutlichen Steigerung in Auftragseingang und Umsatz weiter aus. Mit einer neuen Organisationsstruktur und dem starken Fokus auf das Dienstleistungs- und Servicegeschäft hat die Gruppe eine klare Positionierung als Standortpartner für ihre Kunden. Die stabile Ergebnisentwicklung sichert die hohe Liquidität der Gruppe trotz der im Vorjahr erfolgten Großakquisitionen.
Auftragseingang stieg um 17%
Im Geschäftsjahr 2003 hat die MCE Gruppe wesentliche Schritte in Richtung Ausbau ihrer Kerngeschäfte und Fokussierung ihrer Produktpalette gesetzt. So wurden die Stangl GmbH sowie die MCE Malberg GmbH in Deutschland und die MCE Building & Infrastructure Solution GmbH (frühere ABB Gebäudetechnik) in Österreich erworben. Gleichzeitig wurde auch der Ausstieg aus wenig ertragsreichen Bereichen vollzogen. Die Gruppe hat sich insbesondere aus dem allgemeinen Fassadenbau zurückgezogen und wird sich in diesem Bereich künftig auf den Sektor anspruchsvoller Stahl- / Glasbau, wie z.B. die Renovierung denkmalgeschützter Stahlbauten, konzentrieren, erklärten heute der Vorstandsvorsitzende der MCE AG, DI Hermann Lutzenberger und der Finanzvorstand der MCE AG, Dr. Helmut Punz, in einer Pressekonferenz in Wien.
Insgesamt stieg der Auftragseingang der MCE Gruppe von 771,6 Mio € im Jahre 2002 um 17% auf 904,5 Mio €. Ohne Berücksichtigung von Akquisitionen und Devestitionen erhöhte sich der Auftragseingang um 10%, womit auch ein erfreuliches organisches Wachstum zum Ausdruck kommt. Regional gesehen lag der Schwerpunkt des Auftragseinganges in den Kernmärkten Österreich, Deutschland sowie Zentral-und Osteuropa.
Umsatz verbesserte sich um 16%
Der Umsatz zeigte 2003 mit 902,3 Mio € ein Wachstum von 16% gegenüber dem Vorjahr (776,3 Mio €). Unter Ausschluss der getätigten Akquisitionen und Devestitionen ergab sich ein Zuwachs von 6%.
Da die großen Akquisitionen Stangl GmbH und MCE Building & Infrastructure Solution GmbH erst ab 1.10.2003 in den Konzernabschluss einbezogen worden sind, hat die MCE Gruppe auf Ganzjahresbasis die 1-Milliarden-Euro-Grenze bei Auftragseingang und Umsatz deutlich überschritten.
MCE positioniert sich als Standortpartner für ihre Kunden
Die MCE Gruppe hat 2003 ihre organisatorischen Strukturen neu geordnet. Rund 50 operativ tätige Tochterunternehmen in Österreich, Deutschland, Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn wurden in den vier Unternehmensbereichen Industrietechnik, Gebäudetechnik, Stahl- und Maschinenbau sowie Personalservices zusammengefasst.
Unter Einbeziehung der Akquisitionen (auf Ganzjahresbasis) entfallen auf den Bereich Industrietechnik 46% des Umsatzes, auf die Gebäudetechnik 38%, auf den Bereich Personalservices 9% sowie auf den Stahl- und Maschinenbau 7% des Umsatzes der Gruppe.
Mit dem durch gezielte Akquisitionen stark verbreiterten Leistungsspektrum positioniert sich die MCE Gruppe als „der Standortpartner für ihre Kunden“, der Errichtung, Service und Optimierung von Industrieanlagen, kommerziell genützten Gebäuden und Infrastrukturanlagen aus einer Hand anbietet.
„Das dichte Netzwerk an operativ tätigen, mittelgroßen Gesellschaften mit deren Stützpunkten ermöglicht es der MCE, die Flexibilität und Kostenstrukturen eines mittelständischen Unternehmens mit dem Leistungsprogramm und der finanziellen Stärke eines Konzerns zu verbinden,“ betonte Lutzenberger.
Stabile Ergebnisentwicklung sichert hohe Liquidität trotz Großakquisitionen
Wenngleich 2003 erste Anzeichen für eine kommende Verbesserung des Konjunkturklimas in Europa sichtbar geworden sind, so waren jene Branchen, in denen die MCE Gruppe tätig ist, nach wie vor von Überkapazitäten und starkem Preisdruck gekenn-zeichnet. Trotzdem ist es gelungen, die betrieblichen Ergebniszahlen auf Vor jahresniveau zu halten bzw. den Jahresüberschuss sogar deutlich zu steigern.
Während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 12,9 Mio € (2002: 13,1 Mio €) sowie das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 10,1 Mio € (2002: 9,7 Mio €) etwa den Vorjahresergebnissen entsprachen, stieg der Jahresüberschuss von 5,9 Mio € im Jahre 2002 auf 8,0 Mio € in 2003.
Trotz der im Zusammenhang mit den umfangreichen Akquisitionen getätigten Aufwendungen hat sich die gute Liquiditätsposition der Gruppe sogar noch weiter verbessert. So stieg die Nettoliquidität von 43,1 Mio € zum Vorjahresstichtag auf 50,9 Mio €.
Per 31.12.2003 beschäftigt die MCE Gruppe 8.387 MitarbeiterInnen, das sind um 1.422 Personen mehr als zum Vorjahresstichtag.
Neues Management setzt Vorwärtsstrategie am Sektor Gebäudetechnik fort
Auch am Sektor Gebäudetechnik verfolgt die MCE eine klare Vorwärtsstrategie. Dies kommt unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass es gelungen ist, zwei der profiliertesten Manager der Branche für die MCE Gruppe zu gewinnen.
Mit 1. 4. 2004 wird Dipl.Ing. (FH) Karl-Walter Schuster die Funktion des Sprechers der Geschäftsführung der MCE Gebäudetechnik GmbH und damit die Leitung des Unternehmensbereiches übernehmen. Er folgt Hermann Lutzenberger nach, der diese Funktion bislang interimistisch in Personalunion mit seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der MCE AG ausgeübt hat. Gleichzeitig wird Schuster auch Sprecher der Geschäftsführung der Stangl GmbH. Diese Aufgabe hatte nach der Akquisition ebenfalls interimistisch Gerhard Unterganschnigg, Partner von Andlinger & Company, übernommen. Unterganschnigg wird nun in den Aufsichtsrat der Gesellschaft wechseln. Die Geschäftsführung der Stangl GmbH setzt sich somit aus Karl-Walter Schuster, Stefan Stangl und Albert Vonnahme zusammen.
Ebenfalls mit 1. 4. 2004 wird Dr. Ekkehard Wunderer Sprecher der Geschäftsführung der MAB Anlagenbau Austria GmbH und in dieser Funktion für die Aktivitäten der MCE Gruppe auf dem Sektor technische Gebäudeausrüstung (Bereich Haustechnik) in Österreich verantwortlich sein.
Die Geschäftsführung der MAB Anlagenbau Austria GmbH besteht damit aus Ekkehard Wunderer und Johannes Fischer, der auch als Mitglied der Geschäftsführung der MCE Gebäudetechnik GmbH für Finanzen und Controlling des gesamten Unternehmens-bereiches Gebäudetechnik zuständig ist.
Ausblick: Kontinuierliches Wachstum für 2004
Erklärtes Ziel der MCE Gruppe ist es, ihren soliden Wachstumskurs auch im laufenden Jahr fortzusetzen. Die Kombination von Errichtungs- und Servicekompetenz bietet dafür auch in schwierigen Marktphasen eine gute und stabile Basis.
Flexible Kostenstrukturen, Pooling von Spezialisten und ein kundenorientiertes Leistungsspektrum sollen es ermöglichen, auch angesichts des allgemeinen Preis- und Wettbewerbsdrucks am Markt eine kontinuierlich positive Entwicklung der Renditen zu erzielen.
Geschäftsverlauf der Unternehmensbereiche
Industrietechnik: Fortsetzung der Wachstumsstrategie in Zentral-und Osteuropa
Trotz schwieriger konjunktureller Lage erreichte die MCE Industrietechnik im Jahr 2003 einen gegenüber dem Vorjahr um 25% höheren Auftragseingang, der Umsatz stieg um 17%.
Nicht zuletzt aus ökologischen Gründen ist die Errichtung von neuen Industrieanlagen „auf der grünen Wiese“ stark rückläufig. Allerdings bedingen die Anforderungen nach laufender Effizienzsteigerung ein Wachstum am Sektor Optimierung von Teilanlagen, bei Betriebs-erweiterungen und Erneuerungen.
Revamping und Stillstände sind Gebiete, auf denen die MCE Industrietechnik schon bislang erfolgreich tätig war. Effizienzsteigerung bedeutet aber auch ein optimales Betreiben der Anlagen. Dem Ineinandergreifen von Errichtungs- und Service-Know-How kommt immer größere Bedeutung zu.
Der Unternehmensbereich Industrietechnik hat daher im Jahre 2003 die Kompetenzen innerhalb der MCE Gruppe stärker nach Branchen gebündelt. Spezialisierte MCE Unternehmen werden künftig verstärkt gemeinsam auftreten. Die Nominierung von Ansprechpartnern mit branchenspezifischer Erfahrung soll den Kunden den Zugang zum umfassenden MCE-Know-How erleichtern.
Die Rehabilitation der Raffinerie S.A.M.I.R in Marokko ist ein Beispiel für eine gelungene, branchenorientierte Kompetenzbündelung im Bereich Öl / Gas. Unter Leitung der MCE Industrietechnik Leuna setzten Spezialisten der Unternehmen MCE Industrietechnik Leuna, MCE Industrietechnik Ost, MCE Industrietechnik Berlin, Bohr- und Rohrtechnik, VAM, VACE Engineering und MCE VOEST Industriefacharbeiter Service das technisch und vom Zeitrahmen her sehr anspruchsvolle Projekt erfolgreich um.
Der hohe Auftragsbestand zu Jahresbeginn lässt den Bereich optimistisch in das Jahr 2004 blicken.
Die Wachstumsstrategie in Richtung Übernahme von neuen Standorten mit gesamthafter Serviceverantwortung und Ausweitung des Geschäftsvolumens, insbesondere auch in Zentral- und Osteuropa soll weiter fortgesetzt werden.
Gebäudetechnik: Zukunftsträchtiger Markt für Umsetzung Lebenszyklus-Konzept
Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen wuchs der Auftragseingang im Bereich Gebäudetechnik im Berichtsjahr um 5% . Der Umsatz stieg, bedingt durch die Abrechnung von Auslandsprojekten, um 27%.
2003 entwickelte sich die Bauwirtschaft in Europa aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr schwach. In Westeuropa dürfte die Bauproduktion sogar geringer ausgefallen sein als 2002. Eine Trendwende zeichnet sich 2004 ab, wobei aber zunächst nur mäßige Wachstumsraten für 2004 und 2005 zu erwarten sind. In Osteuropa dürfte die seit 2001 anhaltende Rezession des Sektors Ende 2003 (–0,6 %) überwunden worden sein. Ab 2004 wird eine dynamische Steigerung erhofft (2004 +4,3 %, 2005 +8,5 %, 2006 +9,2 %). Vor allem in Ungarn und Polen zeichnet sich eine günstige Entwicklung ab.
Für die MCE ist der Sektor Gebäudetechnik ein zukunftsträchtiger Markt zur Umsetzung des Lebenszyklus-Konzeptes, das die ganzheitliche Kundenbetreuung von der Errichtung über Instandhaltung und Facility Management bis zu Adaptierungen, Modernisierungen und Optimierungen vorsieht.
Im Errichtungsgeschäft konzentriert sich die Gruppe auf gebäudetechnische Anlagen, wobei aufgrund der umfassenden Kompetenzen Heizung, Klima, Lüftung und Elektrik aus einer Hand angeboten werden können. Diese strategische Ausrichtung hat im Jahre 2003 den Rückzug aus dem allgemeinen Fassadengeschäft bewirkt, der in der ersten Jahres-hälfte 2004 abgeschlossen sein wird.
Zur Zielerreichung setzt die MCE Gebäudetechnik neben Wachstum auf Innovation. In einer Reihe von Forschungsvorhaben wird daran gearbeitet, gemeinsam mit den Kunden besonders energie- und kosteneffiziente Problemlösungen zu entwickeln.
Der erfreuliche Auftragsbestand zu Jahresbeginn 2004 lässt eine gute Auslastung für das kommende Jahr erwarten.
Stahl- und Maschinenbau: Stahlbau vergrößert Anteil am Baugeschehen
Der Auftragseingang im Unternehmensbereich Stahl- und Maschinenbau konnte 2003 gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel (+24%) gesteigert werden. Trotz terminlicher Verschiebung eines Großprojektes erreichte der Umsatz mit einem Plus von 3% das Vorjahresniveau.
Mit Stahl zu bauen liegt im Trend. Der Stahlbau vergrößert derzeit seine Anteile am Baugeschehen. Nicht nur beim Entwurf, auch bei den Lebenszykluskosten bietet der Stahlbau Wettbewerbsvorteile.
Im Sektor Maschinen-und Apparatebau konnten Rückgänge im weltweiten Gas- und Dampfturbinenmarkt durch stark wachsende Auftragseingänge aus dem Apparatebau für Chemie- und Petrochemieanlagen kompensiert werden. Auch das Marktsegment Luft- und Raumfahrt hat eine erfreuliche Entwicklung genommen.
Die Auslagerungsanstrengungen vieler europäischer Industrieunternehmen – insbesondere im Bereich der Eigenfertigung – werden die Marktposition für den Maschinen- und Apparatebau der MCE als hochqualifizierten Auftragsfertiger weiter verbessern.
Personalservices: Kontinuierlicher Ausbau des Standortnetzes
Der Unternehmensbereich Personalservices verzeichnete auch 2003 mit einer Steigerung des konzernexternen Auftragseingangs um 3% und einem Umsatzwachstum von 3% gegenüber dem Vorjahr erneut einen positiven Geschäftsverlauf.
Im Unternehmensbereich Personalservices werden sowohl Dienstleistungen als auch Standortnetz kontinuierlich ausgebaut. So hat die MCE VOEST Industriefacharbeiter Service GmbH & Co mit neuen Niederlassungen in Donawitz, Münchsmünster und Wilhelmshaven ihr Geschäft in enger Kooperation mit den Schlüsselkunden entsprechend erweitert.
Eine wesentliche Funktion übernimmt der Bereich jedoch auch in der Optimierung des MitarbeiterInnen – Einsatzes in der MCE-Gruppe, insbesondere für die Unternehmens-bereiche Industrietechnik und Gebäudetechnik. Großprojekte erfordern immer wieder einen Spitzenbedarf an Mitarbeitern. Diesen unter Sicherstellung der hohen Qualifikations-anforderungen der MCE abzudecken, ist eine wichtige Aufgabe des Unternehmensbereiches Personalservices.
Die MCE VOEST Industriefacharbeiter-Service (IFAS) wurde als einer der ersten Personal-dienstleister Österreichs im Dezember 2003 SCC-zertifiziert. Der TÜV Nord prüfte dabei das integrierte Managementsystem (IQMS) nach den Regelwerken DIN EN ISO 9001:2000, SCC/P 2002 und OHSAS 18001. In einem immer härter werdenden Wettbewerb setzen die Kunden verstärkt auf SCC-zertifizierte Partner, die sicherstellen, dass sie qualitativ hochwertige und den Gesetzen entsprechende Dienstleistungen erhalten.
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