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MCE AG: Innovative Technik für denkmalgeschützte Architektur

 

 

Grunderneuerung des Frankfurter Hauptbahnhofs erfordert technische Spitzenleistungen
Die Verbindung von modernster Technik und Gründerzeit-Architektur machen die Erneuerung des denkmalgeschützten Hauptbahnhofs in Frankfurt am Main zu einem Vorzeige-Projekt der MCE. Die besondere Herausforderung dabei ist die Umsetzung bei laufendem Bahnbetrieb. Aufgrund des innovativen Montagekonzepts ist bereits früher als geplant, die Halbzeit bei den Erneuerungsarbeiten erreicht. Mit einem Auftragswert von EUR 82 Mio ist das Projekt eines der größten in der Geschichte der MCE Gruppe.

„Unser klarer Fokus im Stahlhochbau liegt auf dem Sektor anspruchsvollster Projekte, bei denen die in unserer Gruppe vorhandenen hohen Kompetenzen in den Bereichen Stahlbau und Montage wirkungsvoll kombiniert werden können.
Die Renovierung denkmalgeschützter Stahlbauten stellt große Anforderungen in dieser Richtung. Die Grunderneuerung des Frankfurter Hauptbahnhofs ist eines der eindrucksvollsten Projekte in diesem Bereich und beweist das Know-how und die technischen und innovativen Fähigkeiten unserer Mitarbeiter,” erklärten der Vorstandsvorsitzende der MCE AG, Hermann Lutzenberger und der Sprecher der Geschäftsführung der MCE Industrietechnik, Friedrich Rauchdobler heute in einem gemeinsamen Pressegespräch in Frankfurt.

Bis Mitte 2006 soll der Frankfurter Hauptbahnhof, einer der größten Reisebahnhöfe Europas, erneuert und der ursprüngliche historische Zustand - allerdings mit modernster Technik - wiederhergestellt werden. Heute zählt der Frankfurter Hauptbahnhof zu einem der bedeutendsten Bahnhöfe Europas. Mehr als 700 Züge, 1.000 S-Bahnen und über 350.000 Reisende frequentieren den Bahnhof täglich.

 

Spitzenleistung der Ingenieurkunst
Der Frankfurter Hauptbahnhof verfügt über insgesamt fünf Bahnsteighallen, die auf einer Länge von 186 Metern die Bahnsteige überdachen. Der mittlere Hallenkomplex besteht aus drei großen Hallen, die von 1884 bis 1888 gebaut wurden und jeweils 56 Meter breit und 28 Meter hoch sind. Diese Hallen gelten als Spitzenleistung gründerzeitlicher Ingenieurkunst. Von 1912 bis 1924 wurde der Komplex an beiden Seiten durch zwei kleinere Hallen mit einer Breite von 31 Metern und einer Höhe von 20 Metern erweitert.

 

Das innovative Konzept
Um den Bahnverkehr nicht zu behindern, wurde von der MCE über die ganze Breite des Bahnhofs eine so genannte Verteilerplattform errichtet. Diese Verteilerplattform auf Stützen bildet die Ausgangsbasis für die Logistik und den Vorbau der Montage- und Transportplattform mittels eigens entwickelter Vorbaugeräte in die einzelnen Hallen hinein. Die Montageplattform, die zwischen den Bahnsteigen und dem Hallendach auf einer Höhe von 10 Metern eingezogen wurde, ruht auf insgesamt 570 Stützen.
Da sich unter der gesamten Fläche des Hauptbahnhofes eine Vielzahl an Hohlräumen und Verbindungstunnels befindet, wurden 160 Stützen durch die Bahnsteigebene und die darunter liegenden Räume errichtet, um die Last der Arbeitsebene tragen zu können. Insgesamt wurden rund 6.500 Tonnen Stahl an Arbeits- und Schutzgerüsten eingebaut.

 

5.000 Tonnen Stahl und 32.000 m 2 Glasflächen
Der Auftrag umfasst die Erneuerung der Dachhaut, der Glasfläche, des Anstriches, eines Großteils der Stahlkonstruktion und der gesamten unterirdischen Entwässerung sowie die Ausführung der 15.000 Volt-Oberleitungen, der Beleuchtung und der Beschallung. In den drei großen Hallen wird durch den Einbau einer dritten Glasraupe pro Binderfeld der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt und so die Glasfläche um nahezu ein Drittel vergrößert.
Im Zuge der Grunderneuerung müssen insgesamt 5.000 Tonnen Stahl ausgetauscht und 60.000 Quadratmeter Dachflächen hergestellt werden, bevor der Bahnhof wieder in altem Glanz erstrahlen kann.

 

 

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